Das Wildschwein (Sus scrofa)
wird in der Jägersprache auch Schwarzwild genannt.
Sein dunkelbraunes Fell wirkt in der Tat aus der Ferne, im dunklen Wald
schwarz. Dieses borstige Haar ist eine Schutzhülle gegen die Dornen
und Nesseln der dichten Pflanzenverhaue, durch die sie täglich
streifen. Frischlinge tragen in der ersten Lebenszeit ein gestreiftes
Fell. Tagsüber verstecken sich Wildschweine in dichten Unterwuchs
oder Schilf . Ursprünglich aber waren Wildschweine tagaktive Tiere.
Doch aus Angst vor dem Menschen und seinen Störungen verlagerten
sie ihre Aktivitäten auf die Nachtzeit. Nachts lagern sie in sogenannten
Kesseln, die an anderer Stelle täglich neu angelegt werden. In
der Dämmerung beginnen sie ihre Nahrungssuche. Der Speiseplan eines
Wildschweins ist äußerst vielfältig. Die Nahrung des
Wildschweins ist außerordentlich vielfältig: Früchte
der Waldbäume (Mast),Wurzeln, Gräser, Getreide, Würmer,
Insekten, Aas, Kleinsäuger, Rehkitze und Gelege von Bodenbrütern.
Mit ihrer breiten Schaufelnase, die zum Graben geschaffen ist, durchpflügen
sie gerne den Waldboden. Dabei finden sie nur einen Teil der Samen der
Bäume. Die restlichen Samen graben sie in den Boden ein.
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Dieses Verhalten ist
dem Wald sehr zuträglich, denn nun können die Samen an optimaler
Stelle keimen. Den Bauern jedoch missfällt dieses Verhalten, denn
oft finden sie des Morgens ihre Weiden umgegraben von Wildschweinen, die
nach Würmern gesucht haben.Wildschweine nehmen gern ein Bad in einer
matschigen Pfütze. Solche Stellen nennt man Suhlen. Später kratzen
sie sich, indem sie sich dicht an einen Baum drücken. Solche Mahlbäume
findet man bei genauerem Hinsehen im Wald. Man erkennt sie daran, dass
sie bis auf Schulterhöhe der Schweine eine gräulich-braune Farbe
haben, die sich deutlich vom Rest des Stammes unterscheidet.
Alte Keiler , die männlichen Tiere, können bis zu 300 Kilogramm
schwer werden sind aber normalerweise nur 100 bis 120 Kilo schwer.
Wildschweine leben gesellig. Eine Bache, das ranghöchste weibliche
Tier, führt diesen Familienverband an. Alte Keiler sondern sich im
Alter von 1 ½ Jahren von der Gruppe ab und leben einzeln. Die Fortpflanzung
findet vom November bis Januar statt. Nach etwa 4 Monaten kommen bis zu
12 Frischlingen auf die Welt. Sie werden drei Monate lang gesäugt.
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