Der Dachs ein nachtaktiver Allesfresser

Der Dachs (Meles meles,L.), der volkstümlich auch Grimmbart genannt wird, führt in den Augen des Menschen ein äußerst heimliches Leben, was wohl daran liegen mag, dass er den ganzen Tag in seinem selbstgegrabenen Bau verschläft. Erst mit der Dämmerung wird er aktiv und geht auf Nahrungssuche. Er ist ein Nahrungsopportunist. Das bedeutet, der Dachs ist ein Allesfresser, der sich aus dem Angebot der Natur zu jeder Jahreszeit bedienen zu weiß. Seine Leibspeise sind Regenwürmer. Er frisst aber generell alles was er findet so z.B. Käfer, Eier bodenbrütender Vögel, Beeren im Herbst, Larven, Schnecken, Pilze und Getreide. Wenn er die Möglichkeit hat verschmäht er auch Mäuse oder Junghasen oder unbeholfene Fasanen nicht.
Grimmbart hat ein festes Revier in dem er sich gut auskennt und zu jeder Jahreszeit weiß, was er wo suchen muss. Täglich duchstreift er sein Revier in dem er sich hauptsächlich mit seiner Supernase orientiert. Der Dachs kann nur schlecht sehen.

 

Den Winter verbringt er ruhend in seinem Bau. Er ist aber kein Winterschläfer, sondern erwacht von Zeit zu Zeit und geht "spazieren". Grimmbart lebt vermutlich meist in Dauerehe und bringt im Februar- März mesit zwei bis drei Junge zur Welt. Diese haben bei der Geburt nur die Größe eines Maulwurfes und trauen sich für ca 10- 12 Wochen nicht aus dem Bau. Mit etwa eineinhalb Jahren sind sie ausgewachsen und können sich fortpflanzen.
Sein flacher, gedrungener und breiter Körperbau erinnert an einen Ringer. Die Färbung des Kopfes in dicken schwarz-weißen Streifen.