Das Auge des Waldes

Der Waldkauz (Strix aluco) ist nach dem Uhu mit etwa 43 cm Körperlänge die zweitgrößte einheimische Eulenart. Er wiegt 450 bis 580 gr. Seine Flügelspannweite misst fast einen Meter. Eine gute Tarnung ist seine Gefiederfärbung, die entweder rotbraun oder grau ist und mit einer verzweigten dunklen Sprenkelung versehen. Das Sehvermögen des Waldkauzes ist sowohl des Nachts wie auch bei Tage sehr gut. Jedoch sind seine Augen (wie bei allen Eulenarten) starr nach vorne gerichtet. Dadurch ist das Gesichtsfeld, d.h. der Raum, der ohne Kopf- oder Augenbewegung gesehen werden kann, relativ klein. Durch seinen beweglichen Kopf, der um 270 Grand drehbar ist, kann er dennoch schnell seine Beute finden.
Die Geschlechter kann man nicht anhand des Erscheinungsbildes unterscheiden. Außerdem verfügt er über ein äußerst leistungsfähiges Gehör mit dem er nicht nur die Richtung sondern auch die Entfernung seiner Beute herausfinden kann. Tagsüber ruht der Waldkauz in dicht belaubten Kronen
In stillen Mondnächten fasziniert oder gruselt sein weit schallender Laut unüberhörbar im Wald.

 

Der Waldkauz lebt in großen Waldungen aber auch inmitten ländlicher Gebiete mit Parks und Gärten. Er nistet in Baumhöhlen, alten Greifvogelhorsten, Gebäuden und selten auch in Erdhöhlen. Im späten Hebst und Winter findet seine Balz statt. Gegen Februar / März werden dann ungefähr 3 bis 5 Eier gelegt. Es brütet nur das Weibchen. Nach cirka 4 Wochen schlüpfen die Jungen, die oft schon vor dem Flüggewerden auf umliegenden Ästen umherklettern, aber noch 2 Monate von den Eltern gefüttert werden.