Freude und Plage zugleich!

Rehe (Capreolus capreolus)gehören zu den Hirschen. Sie sind die kleinsten einheimischen Vertreter dieser Gattung. Männliche Tiere, die Rehböcke, haben ein Gehörn, das einmal im Jahr abgeworfen wird. Ein weiteres deutliches Unterscheidungsmerkmal zwischen männlichem und weiblichem Reh der Ricke ist das weiße Hinterteil , auch Spiegel genannt. Ricken haben einen herzförmigen Spiegel, männliche einen nierenförmigen. Rehkinder werden allgemein Kitze genannt.
Rehe können sehr gut riechen und hören. Gegenstände die sich nicht bewegen können sie nur schlecht sehen. Fühlt sich ein Reh gestört stößt es oft einen bellenden Laut aus und verschwindet darauf in kurzer Entfernung in der Deckung. Ricken kommunizieren mit ihren Kitzen auf weitere Entfernungen durch ein feines Fiepen.
Rehe haben Brunftzeit im Hochsommer. Die befruchteten Eier ruhen zunächst für 4 ½ Monate und beginnen erst zu Jahresanfang zu wachsen. Im Mai oder Juni zur besten Zeit des Jahres kommen dann ein oder zwei Kitze zur Welt.

 

Es ist bei seiner Nahrungswahl sehr vielseitig und ein sogenannter Konzentratselektierer. Das bedeutet das es sich von jeder Pflanze nur die Eiweiß- und rohfaserreiche Pflanzenteile sucht, wie zum Beispiel die Knospen eines kleinen Baumes. Dabei kommt es im Wald zu großen Schäden, denn es konzentriert sich im Winter auf die Obersten Knospen der erreichbaren Pflanzen. Bei den fast überall zu hohen Schalenwildbeständen hat die Waldverjüngung dann keine Chance mehr über Kniehöhe hinaus zu wachsen