Der Zimmerer des Waldes

Eine ganze Reihe verschiedener Zimmerer gibt es in unseren Wäldern. Schwarz-, Grau-, Grün-, Bunt-, Weißrücken-, Mittel-, Klein- und Dreizehenspecht.
Spechte sind richtige Baumvögel. Nicht nur weil sie ihre Bruthöhlen selbst in die Baumstämme meißeln sondern auch weil sie Ihre Nahrung in Rindenspalten , Astlöchern und morschen Stämmen suchen. Allerdings sind sie auch auf dem Boden unterwegs zur Nahrungssuche. Sie ernähren sich überwiegend von Insekten wobei Ameisen den Hauptanteil ausmachen . Mit ihrer langen Zunge können sie den Insekten in ihre Gänge folgen und sie dort aufspüren. Ihr kräftiger Schnabel hat die Form eines Meißels. Eine kräftige Halsmuskulatur ermöglicht starke Hiebe mit dem Schnabel und federt gleichzeitig die Erschütterungen ab. Mit dem Stützschwanz und den Krallenzehen sind sie besonders gute Kletterer. Sie fliegen in Wellen. Die von Ihnen gebauten und aufgegebenen Höhlen sind wichtige Brutplätze für andere Vogelarten wie zum Beispiel die Ringeltaube. Außerdem siedeln sich auch Fledermäuse, Baummarder und andere Waldtiere gern in solchen Höhlen an.
Der Dreizehenspecht und der Weißrückenspecht haben ihr Hautvorkommen in den östlichen Wäldern und kommen bei uns nur selten in den Alpen vor. Mittel und Kleinspecht sind ebenfalls eher selten zu beobachten aber flächig verbreitet.

Recht ähnlich sind sich Grün- und Grauspecht. Beide sind im Obergefieder moosgrün. Die Unterseite des Grauspechts hingegen ist grünlich - grau, die vom Grünspecht hingegen deutlich weißlich. Die deutliche rote Kappe vom Scheitel bis zum Nacken ist ein anders Merkmal des Grünspechtes.

Der Grauspecht weist dagegen nur einen roten Stirnfleck auf. Beide bevorzugen relativ offene Waldlandschaften, Auwälder oder Parks. Sie suchen Ihre Nahrung auch am Boden und hüpfen dann eifrig mit großen Sprüngen umher.

 

 

Der Buntspecht ist der häufigste unter den einheimischen Spechten. Er ist kleiner als seine grünlichen Verwandten und erriecht Amselgröße. Er hat eine deutlich schwarzweiße Zeichnung . Das Männchen hat ein leuchtend rotes Band im Genick, das Weibchen ist hingegen an dieser Stelle weiß. Er bewohnt Wälder jeder Art . Während der Balzzeit ist das durchdringende Schnelle Getrommel an dürren Ästen nicht zu überhören.

Der Schwarzspecht ist, wie sein Name vermuten lässt, gänzlich schwarz gefärbt. Das Männchen hat einen roten Oberkopf, dass Weibchen nur einen roten Nacken. Er ist mit 45 cm der größte einheimische Specht. Ganz entgegen seiner Größe ist er sehr scheu trommelt aber in der Balzzeit besonders häufig mit großer Vehemenz mit bis zu 40 Hieben in 2,5 Sekunden. Zur Erstellung seines großen des Brutloches benötigt er je nach Baumart bis zu 4 Wochen. Dessen Eingang ist dann 10 bis 12 cm groß und die Höhle ist armtief. Sie versteckt sich meist in der Kronenregion eines alten Baumes.