Der Wald kann auf vielfältige Weise bewirtschaftet werden |
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Grundsätze der Bewirtschaftung Die Bewirtschaftung des Waldes stellt eine besondere Herausforderung dar. Bäume wachsen zu ihrer vollen Größe nur innerhalb mehrerer Menschenleben. Im Gegensatz zur Landwirtschaft, die Ergebnisse eines Weizenanbaus schon nach nur einer Vegetationsperiode ermitteln kann, stehen zwischen einer Veränderung im Baumbestand eines Waldes und ihren Auswirkungen hunderte von Jahren. Ein Förster denkt nicht an sich selbst, sondern an die kommenden Generationen, die den Nutzen seiner Arbeit erben. Denn er selbst lebt von der Arbeit der ihm vorangegangenen Generationen.
Ein Grundsatz jeder
Waldbewirtschaftung muss die sogenannte Nachhaltigkeit sein. Das bedeutet
das der Wald auf lange sicht erhalten werden soll und nicht einfach abgeholzt
und durch einen Acker ersetz wird. Als grundsätzliche Formen der
Bewirtschaftung haben sich über die Jahrhunderte Hochwald, Plenterwald,
Mittelwald und Niederwald heraus kristallisiert.
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Niederwald Die Niederwaldwirtschaft
ist eine sehr alte Betriebsart, die schon von den Römern praktiziert
worden ist (silvae caeduae) und sich bis heute erhalten hat. |
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| Mittelwald
Auch der Mittelwald
ist eine alte Bewirtschaftungsform. Sie sollte den Nachteil der Niederwaldwirtschaft
ausgleichen und neben Holz in Brennholzqualität auch Bauholz liefern.
Zu diesem Zweck wurden Sogenannte Laßreitel (natürlich auftretende
Jungbäume, oder vitale, gut geformte Stockausschläge) über
mehrere Niederwaldumtriebe stehen gelassen. Diese konnten dann Baumholzdimension
erreichen und bilden die Oberschicht. Die unteren Bestandesschichten werden
niederwaldartig bewirtschaftet Die Oberschicht wurde dabei meist von Eichen
oder Eschen gebildet, da sie sehr wertvolles Holz liefern konnten. |
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| Hochwald
Auch die Idee der
Hochwaldwirtschaft beruht auf der flächenweisen Aufteilung eines
Waldgebietes. Der Unterschied zur Niederwaldwirtschaft besteht im wesentlichen
darin, dass hier die Bäume aus Samen enstanden sind und ein wesentlich
höheres Alter erreichen. Heute sind etwa 94% der Waldfläche
Deutschlands mit Hochwald bedeckt. Im Hochwald kommen alle Altersstufen
bestandesweise isoliert nebeneinander vor. Er wird in Schlägen bewirtschaftet.
Ein Schlag ist eine Fläche auf der der Wald gleich behandelt wird,
dass heißt beispielsweise auf der Hiebs- oder Verjüngungseingriffe
ausgeführt werden |
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| Plenterwald Der Plenterwald hingegen vereint alle Altersstufen auf einer Fläche im unmittelbaren räumlichen Nebeneinander. Waldbauliche Maßnahmen , die hier durchgeführt werden , dienen niemals nur einem Teilzweck, sondern wirken sich als Ernte-, Verjüngungs- und Erziehungsmaßnahme aus. Auf Grund dieser Struktur können auch kleine Flächen nachhaltig bewirtschaftet werden. Ursprünge hat diese Waldbauart in den Bauernwäldern aus denen ein regelmäßiger Holzbedarf gedeckt werden musste. |