Wieviele Bäume stehen in Deutschland?

Schätzungsweise wachsen rund 20.000.000.000 (zwanzig Milliarden) Bäume in Deutschland. Das sind etwa 10,5 Millionen Hektar Wald und cirka 30% Prozent der Landesfläche. Die waldreichsten Bundesländer sind Rheinland-Pfalz vor Hessen, Baden-Württemberg, Brandenburg und Bayern. Die Stadtstaaten weisen einen äußerst geringen Waldanteil auf. Schleswig -Holstein ist nur zu unter 9 % bewaldet und ist damit das waldärmste Flächenland.
Die Waldfläche setzt sich im wesentlichen aus wenigen Hauptbaumarten zusammen. Nadelbäume wie Fichte, Kiefer und Lärche haben einen Flächenanteil von etwa 66%. Die Laubbäume Buche, Eiche, Ahorn und Esche wachsen dagegen nur auf 34 % der Fläche. Unter den Nadelbäumen stellt die Fichte mit mehr als 50% den Hauptanteil, und ist somit der häufigste anzutreffende Baum in unserem Lande.

In Privatbesitz befinden sich etwa 46 Prozent der deutschen Wälder. Allerdings verteilen sich diese auf 450.000 Waldbesitzer, da es viele Kleinbauern gibt, die auch ein paar Hektar Wald besitzen.

 

34 Prozent des deutschen Waldes befinden sich im Besitz der Länder und Staatswald. Körperschaftswald, dass heißt Wald der sich im Besitz von Kommunen oder Städten befindet, haben einen Anteil von 20 % .
Weniger als 1 % der Waldfläche stehen unter totalem Schutz. Das bedeutet, dass hier nicht mehr gewirtschaftet wird. Einen gewissen Schutzstatus nach Forst- und Naturschutzrecht haben etwa 4 % (rund 400.000 Hektar). Die Bedeutung des Waldes als Erholungsraum ist erheblich. Pro Jahr besuchen statistisch betrachtet 168 Besucher jeden Hektar Wald. In Ballungsräumen suchen bis zu 1000 Menschen pro Hektar und Jahr den Wald auf. Nur vier Prozent der Bürger haben kein Interesse an einen Walbesuch.

 

Wie steht es um die Gesundheit des Waldes?

Grundsätzlich kann man sagen, dass es um den Wald nicht sehr gut steht und sein Zustand bedenklich ist. Nur 35 % der Waldfläche waren nach dem Waldzustandsbericht ohne irgendwelche Schäden und als gesund zu bezeichnen. Etwa 42 % weisen gewisse Schäden, wie Blattverfärbungen, verändertes Triebwachstum, Absterbeerscheinungen auf und gehören in die sogenannte Warnstufe. 23% der Bäume haben deutliche Schäden. Nadelbäumen wie den Kiefern geht es etwas besser als den Laubbäumen. Eiche und Buche die nur noch zu ungefähr 20% als gesund gelten.  

Ein großes Problem ist neben den Luftschadstoffen, die Bodenversauerung und der extrem hohe Stickstoffeintrag durch die Luft. Der Stickstoff wirkt wie ein konzentrierter Dünger. So kann es sein das heute geschädigte Bäume schneller wachsen als gesunde vor 50 Jahren. Was sich hier positiv anhört kann bei erreichen einer Schwelle der Überdüngung fatale Folgen haben.